Hintergrund
  • Teaser
  • Teaser
Auf Kontrastseite umschalten Schrift vergrößern Schrift verkleinern
Europa-Themen
Der Haushalt der EU


Die Europäische Union hat keine Kompetenz, eine eigene Steuer zu erheben. Traditionelle Eigenmittel wie Agrarabschöpfungen oder Zölle auf Handel mit Drittländern reichen nicht aus, damit die EU ihre Aufgaben erfüllen kann. Deswegen ist sie auf die Beitragszahlungen ihrer Mitgliedstaaten angewiesen. 

Jedes Mitgliedsland zahlt einen bestimmten Beitrag in die EU-Kasse, der sich nach dem jeweiligen Bruttonationaleinkommen richtet. Insgesamt machte der Haushalt der EU im Jahr 2006 ungefähr 112 Mrd. Euro aus, das ist ca. 1 % des durchschnittlichen Bruttosozialprodukts der Länder.

Ein großer Teil dieser Beiträge fließt über Programme zur Struktur- und Regionalförderung, über Umweltschutzprojekte, Fördermaßnahmen zum Ausbau von Verkehrswegen etc. zurück in die Mitgliedsländer. Erhält ein Land über diese Programme weniger als es eingezahlt hat, ist es ein so genannter Nettozahler.

Deutschland als größter Mitgliedstaat verfügt über das höchste Bruttonationaleinkommen, überweist demzufolge auch den höchsten Betrag nach Brüssel. Es fließen zwar auch größere Summen, z.B. zur Förderung Ostdeutschlands, wieder zurück, Deutschland bleibt dennoch absolut gesehen der größte Nettozahler der EU. Rechnet man die Beträge jedoch auf die Bevölkerungszahlen der Mitgliedsländer um, zahlen andere Staaten mehr. Nach dem Pro-Kopf-Beitrag liegen die Luxemburger an der Spitze, auch die Schweden und die Niederländer zahlen pro Bürger deutlich mehr als die Deutschen.

Der jährliche Haushaltsplan und die Finanzplanung wird nicht von der EU-Kommission selbst festgelegt. Diese Befugnis obliegt dem Europaparlament und dem Ministerrat der Finanzminister der Mitgliedsländer gemeinsam. In den Römischen Verträgen ist festgehalten, dass die EU keinerlei Haushaltskredite aufnehmen darf, so dass die Gemeinschaft keine Schulden macht, die den Haushalt zu einem "Fass ohne Boden" werden lassen könnten. 


Informationen zum EU-Haushaltsplanentwurf finden Sie z.B. auf einer Internetseite der EU Kommission (Mausklick auf die Graphik öffnet den Verweis):
 
 
 
Eine Übersicht zum EU-Haushalt 2008 hat die Europäische Kommission mit der Broschüre "Mehr Mitte für Wachstum und Beschäftigung - Europa setzt sich für seine Bürger ein" realisiert, die Sie hier downloaden können (PDF, 980 kB):
 
 
 



Kommentar schreiben
Termine
Für Sie erreichbar ...
Büro Berlin
Tel. +49 . 30 . 22 77 10 00

Büro Brüssel
Tel. +32 . 2 . 284 59 10

> Online-Kontaktformular
.
Impressionen